Forschungsförderung

Regularien für Forschungsgelder der AFOR Stiftung

Die AFOR Stiftung kann entsprechend ihrer Aufgabe wissenschaftliche Forschungsprojekte im Rahmen der in der Stiftungsurkunde festgelegten Themenschwerpunkte (Orthopädie/ Traumatologie) unterstützen.

Die ausgewählten Projekte werden mit max. 10.000 Euro gefördert, maximal 4 Projekte je Kalenderjahr.

Über die Vergabe der Fördermittel entscheidet der Stiftungsrat der AFOR, auf Basis der Vorschläge des wissenschaftlichen Beirates, mit einfacher Mehrheit.

Regeln für die Wissenschaftliche Förderung

  • Die eingereichten Forschungsprojekte dürfen nicht bei anderweitigen Institutionen oder Förderpartnern eingereicht oder bereits unterstützt werden.
  • Eine ausschließliche Verwendung der Fördermittel der AFOR Stiftung für eine Geräteanschaffung ist ausdrücklich ausgeschlossen.
  • Gefördert wird eine aktuelle Thematik mit klinischer Relevanz oder klarem klinischen Bezug.
  • Der Stiftungsrat teilt seine Entscheidung spätestens 3 Monate nach der Bewerbungsfrist schriftlich mit.

Antrag

Anträge müssen mit entsprechendem Bewerbungsformular (über www.afor.org) eingereicht werden. Jeder Antrag muss die folgende Gliederung der Projektbeschreibung aufweisen:

  • Antragdatum
  • Einleitung (derzeitiger allgemeiner Forschungsstand unter Angabe entsprechender Publikationen)
  • Dezidierte Fragestellung/ Zielsetzung/ Hypothese
  • Material und Methodik (Statistische Relevanz)
  • Detaillierte Aufstellung der Kosten (Material/ Personal)
  • Verbindliche Zeitangaben und Meilensteine ab Projektstart
  • Die Verwertung der Resultate und Ergebnisse der eingereichten Arbeiten müssen offen dargestellt werden.
  • Bestehende Publikationen und Vorträge zur vorliegenden Thematik sind unter vollständiger Angabe der Quelle zu zitieren.

Bewertungen und Vergabe

Alle Arbeiten werden dem wissenschaftlichen Beirat vorgelegt.

Liegt eine der nachfolgend benannten Konstellationen mit dem Risiko einer Befangenheit vor, so nimmt das Mitglied des wiss. Beirates nicht an der Bewertung der betreffenden Arbeit bzw. das Mitglied des Stiftungsrates nicht an der diesbezüglichen Abstimmung im Stiftungsrat teil:

  1. Einer der Autoren der eingereichten wiss. Arbeit ist oder war an der Einrichtung des Mitgliedes von wiss. Beirat oder Stiftungsrat in den letzten 6 Jahren beschäftigt.
  2. Dienstliche Abhängigkeit oder Betreuungsverhältnis (z. B. Lehrer-Schüler-Verhältnis bis einschließlich der Postdoc-Phase) bis 6 Jahre nach Beendigung des Verhältnisses.
  3. Einer der Autoren der eingereichten wiss. Arbeit und das Mitglied des wiss. Beirates oder Stiftungsrates wurden in den letzten 6 Jahren im Rahmen eines gemeinsamen DFG-, BMBF- oder EU-Antrages gefördert.

Die reduzierte Anzahl der Bewertungen wird im Bewertungsalgorhithmus berücksichtigt.

Die Bewertung der eingereichten Arbeiten wird durch den wissenschaftlichen Beirat der AFOR Stiftung vorgenommen.

Der wissenschaftliche Beirat prüft die Arbeiten nach folgenden Kriterien:

  • Originalität der Fragestellung
  • Studiendesign
  • Methodik
  • Potentieller Erkenntnisgewinn
  • Mögliche klinische Relevanz
  • Vorarbeiten
  • Publikationsleistungen

Für die vom wiss. Beirat festgelegten Prüfkriterien wird eine Benotung von 0 bis 3 gewählt, wobei 0 »mangelhaft«, 1 »mittel«, 2 »gut« und 3 »ausgezeichnet« bedeuten.

Aus der Summe der Bewertungen der einzelnen Mitglieder des wissenschaftlichen Beirates wird pro Bewerber ein Mittelwert ermittelt. Die Arbeiten mit den drei höchsten Bewertungen werden dem Stiftungsrat zur Preisvergabe vorgelegt.

Der Koordinator des Beirates berichtet dem Stiftungsrat über das Bewertungsergebnis. Die abschließende Entscheidung über die Vergabe des Preises fällt dann der Stiftungsrat der AFOR Stiftung auf Grundlage der Vorschläge des wissenschaftlichen Beirates. Über die Vergabe des Preises entscheidet der Stiftungsrat mit einfacher Mehrheit.

Der Preis kann geteilt werden.

Die Stiftung hat das Recht, von der Vergabe des Preises abzusehen, wenn keine der Arbeiten den geforderten Qualitätsanforderungen entsprechen.

Die Entscheidung des Stiftungsrates ist endgültig und erfolgt unter Ausschluss des Rechtsweges.

Forschungsergebnisse

  • Um die ordnungsgemäße Verwendung der Forschungsmittel zu dokumentieren, müssen der Forschungsfortschritt und die Ergebnisse in Form eines Zwischenberichtes nach 12 Monaten sowie eines Abschlussberichtes spätestens 3 Monate nach dem Abschluss der Forschungstätigkeit an die Stiftung eingereicht werden.
  • Publikationen und Vorträge, die aus der Forschungsarbeit entstehen, müssen der Stiftung zur Kenntnis gebracht werden.
  • Nach Abschluss des Projektes muss bei der AFOR Stiftung ein Abstrakt und eine 10-zeilige Zusammenfassung der Kernaussage eingereicht werden. Diese werden zum Download auf der AFOR Internetseite www.afor.org zur Verfügung gestellt.
  • Es hat eine eindeutige Nennung der Stiftungsförderung sowohl in den Publikationen als auch in Vorträgen zu erfolgen.

Die AFOR Stiftung behält sich vor, den Unterstützungsbeitrag zurück zu fordern, falls die Auflagen und Richtlinien nicht eingehalten werden.

* letzte Änderung 19. Mai 2016